Einführung von Agentursoftware

Warum Menschen Veränderungen ablehnen

Kennen Sie Sheldon Cooper? Dr. Sheldon Cooper aus der Big Bang Theorie? Den Nerd mit den komischen Spleens? Genau den meine ich. Ein Großteil des Witzes der Serie  beruht darauf, dass wir über das absonderliche Verhalten Sheldon Coopers lachen müssen. Ging mir auch immer so. Bis mir neulich in einer Folge das Lachen fast im Halse stecken blieb. Dr. Sheldon Cooper erinnert mich an jemanden. Schrecklicherweise an mich selber.

Ganz eindeutig. Das auf dem Bildschirm bin ich. Als großer, dünner Mann mit einem Doktor in Physik zwar, aber doch eindeutig ich. Sheldon Cooper verkündet laut, was ich immer nur heimlich denke. Veränderungen sind scheiße. (Oder, wie der Doktor der theoretischen Physik es ausdrückt: „Ich bin ein großer Anhänger der Homöostase.“)

Veränderung und Gewohnheit

Ich hab zum Beispiel letzte Woche mein Handy fallen lassen. Auf’s Display (bitte jetzt keine Vorschläge für Schutzfolien und Hüllen aller Art in die Kommentare posten, die hab ich von meinen Kollegen schon zur Genüge bekommen). Ein neues musste her, ausgiebig habe ich mir Rat geholt, Bewertungen verglichen und schließlich ein Handy bestellt. Ich habe sogar vor dem Abholen ein bisschen Vorfreude gefühlt, aber jetzt…

Ich mag mein neues Handy nicht, schlicht und ergreifend, weil es neu ist. Und das, obwohl ich genau weiß, dass ich es in ein paar Wochen mögen werde, schon allein, weil das Display so eine tolle Auflösung hat und die Kamera so großartig ist.

 

vintage typewriter and paper with the printed text "The biggest risk you will eve take, is not taking one at all"

Ist das jetzt verrückt?

Erstaunlicherweise (zumindest für mich ist es erstaunlich) nein. Es geht sogar einem großen Teil der Menschen so. Neuerungen sind mit unserem Gehirn nicht gut zu vereinbaren. Menschen sind sozusagen Gewohnheitstiere. Die meisten Leute werden das Gefühl kennen in fremden Betten (wie zum Beispiel im Hotel) nicht richtig schlafen zu können oder sich in den ersten Tagen am Urlaubsort nicht ganz wohl zu fühlen, wenn man in einem anderen Hotel wohnt als bei einem früheren Besuch. „Vertraut, aber irgendwie falsch“ ist nichts, was wir gern haben, denn unser Gehirn ist einfach faul. Räumen Sie mal Ihre Küche um und Sie werden feststellen, dass Sie auch noch in ein paar Wochen nach den Spaghetti greifen und den Reis in der Hand halten oder auf der Suche nach einer Kaffeetasse leicht verdutzt auf die Gläser schauen. Ich stochere zum Beispiel seit einer Woche mit dem Kopfhörer an der oberen Seite meines neuen Handys rum – der Anschluss ist aber jetzt unten.

Veränderungen machen uns Angst. Was bei kleinen Veränderungen noch wie ein Schrulligkeit (das Sheldon Cooper Syndrom) daherkommt, zeigt sich bei größeren Veränderungen als das, was es ist. Angst. Die Änderung des Wohnorts, des Ablaufs eines Arbeitsprozesses oder der Strukturierung einer Firma löst Angst vor Verlusten aus. Und diesen Verlust bewertet das Gehirn erst mal als größer als den möglichen Gewinn durch die Änderung.

Deswegen kann es auch sein, dass gerade Veränderungen in beruflichen Abläufen von Mitarbeitern nicht unbedingt mit großem Jubel angegangen werden. Das ist bei der Einführung einer Agentursoftware oft nicht anders.

Wie bringe ich meinen Mitarbeitern Veränderungen bei?

Die gute Nachricht gleich mal zum Anfang. Genau so sehr, wie wir uns unter Umständen gegen Veränderungen sträuben, genauso wenig sehnen wir uns nach dem alten Zustand zurück, wenn die Veränderung eingetroffen ist.

Wenn Sie sich zum Beispiel schon seit längerem Gedanken um die Einführung einer Agentursoftware gemacht haben, schrecken Sie nicht vor der Veränderung zurück. Mit Sicherheit werden Sie sich fragen, ob Sie nun wirklich etwas reparieren sollen, das ja gar nicht kaputt ist, aber muss man tatsächlich nur Sachen austauschen, die kaputt sind? Wäre ein Upgrade nicht auch einfach ganz schön?

Gute Agentursoftware erleichtert Ihnen den Arbeitsalltag – und Ihren Mitarbeitern auch. Dies wird der Zustand sein, bei dem sich niemand mehr den alten Zustand aus losen Blättersammlungen und verschwitzten Deadlines zurück wünscht. Bedenken Sie aber, das auch Ihren Mitarbeitern bei der Veränderung ein bisschen mulmig wird und gehen Sie von Anfang an auf diese Ängste ein.

Wie Sie die Einführung einer Agentursoftware am besten gestalten, verraten wir in einem der nächsten Blogbeiträge.